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Online Freeware


GlobusDas Internet ist allgegenwärtig und bietet mit jedem weiteren Tag eine zunehmend großere Verfügbarkeit an Anwendungen und Funktionen. Auf diese Verfügbarkeit kann man sich mittlerweile schon verlassen, weshalb Internet-gestützte Anwendungen eine bedeutende Rolle spielen. Der Vorteil ist, dass man kein großes Portfolio an Anwendungen mit sich führen braucht, welches auch nicht ständig aktualisiert werden muss. Viel eher verfügt man dank einer Internet-Verbindung über die gewünschte Anwendung, die scheinbar direkt auf einem Web-Server genutzt wird. Sobald sie ihren Zweck erfüllt hat, löst sie sich in Luft auf und gibt lokal den belegten Fest- und Arbeitsspeicher frei. Zumindest in der Theorie.

Man könnte dies fast schon als optimiertes Ressourcen-Management bezeichnen, doch tatsächlich ist diese Vorgehensweise nicht so optimal, wie es den Anschein hat. Online Anwendungen stellen zwar eine Alternative zu bestehenden Software-Lösungen, leider aber keine besonders Gute. Auch wenn ihr Vormarsch unbestreitbar ist, stecken sie noch in den Kinderschuhen und eignen sich viel eher für Notfall-Einsätze, als für ein echtes produktives Arbeiten. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass viele von ihnen nicht wirklich ohne eine Vor-Ort-Installation auskommen (Java-Anwendungen) und dabei auch noch ein Fundament voraussetzen, wie zum Beispiel einen Flash-fähigen Browser oder eine Java Laufzeitumgebung.

Auch darf man nicht außer Acht lassen, dass bei Online Anwendungen die Internet-Verbindung stärker belastet wird. Und zwar bei jedem Start der Anwendung, wenn nicht gar die ganze Zeit. Online Anwendungen sind also viel eher eine spezialisierte Form von Software, welche sich nur für bestimmte Situationen anbieten. Sie eignen sich daher sehr gut als Plan-B, da sie gerade dem unvorbereitetem Anwender Rückendeckung geben. Die erste Wahl werden sie vermutlich auch in Zukunft nicht darstellen, denn im Vergleich zu portablen oder fest-installierten Anwendungen, werden Online Anwendungen stets von zusätzlichen Faktoren abhängig sein (der Internet-Verbindung, der Server-Verfügbarkeit, etc.).

Mini-Tools

Obwohl es auch sehr umfangreiche Online Anwendungen gibt, darunter auch ganze Office-Lösungen, sind die meisten Online Anwendungen auf einfache Aufgaben spezialisiert. Einer der davon ein Liedchen singen kann, ist Google. Die meisten kennen Google als Suchmaschinen-Anbieter, durch Google-Maps, Google-Streetview oder auch durch die Google-Mail. Tatsächlich beherbergt Google noch weit aus mehr Online Anwendungen und ist ständig dabei neue zu entwickeln und auch einzukaufen. Dabei konzentriert sich Google nicht ausschließlich auf Online Anwendungen, sondern setzt gerne mal einen gelungenen Mix aus Online Anwendung und klassisch-installierter Software ein, um die gebotene Funktionsvielfalt noch weiter zu steigern. Wer selbst mal einen Blick riskieren will, findet hier die Vielzahl der Google Tools.

Thin-Clients, Fat-Clients und Rich-Clients

Unabhängig von dem gebotenen Funktionsumfang und der zugrunde liegenden Plattform unterscheidet man entsprechende Online-Anwendungen oft auch durch die Art ihrer Arbeitsweise. Zwei sehr grundlegende Unterteilungen finden schonmal in Thin und Fat statt. Von Thin-Clients ist die Rede, wenn die Anwendung überwiegend oder ausschließlich auf dem Server ausgeführt wird. Der Client-Rechner wird damit weitestgehend entlastet, was vor allem einem leistungsarmen Gerät zu gut kommt (Tablet oder Handy). Fat-Clients sind das genau Gegenteil. Sie laufen weitgehend oder ausschließlich auf dem Client-Rechner und entlasten damit vor allem den Server oder die Netzwerk-Verbindung, da diese meist nur zum herunterladen benötigt werden.

Thin-Clients wird man als normaler Anwender selten antreffen, da sie vornehmlich zur Kontrolle eines Servers dienen. Dennoch darf man hier auch zahlreiche Frontends dazu zählen, wie beispielsweise das einer Social-Community oder das Frontend eines CMS auf der eigenen Webseite. Üblich für klassische Aufgaben bleiben jedoch die Fat-Clients, da sie die knappen Ressourcen des Servers und auch die Internet-Anbindung entlasten. Vor allem aber auch, weil sie in ihrem Funktionsumfang beliebig wachsen können, ohne dass der Anbieter gleich den Server aufrüsten muss. Ein Ableger der Fat-Clients sind dann auch die schnell an Bedeutung gewinnenden Rich-Clients. Bei ihnen handelt es sich um modular aufgebaute Fat-Clients, deren Funktionsumfang sich mit jedem neuen Modul exponentiell erweitern lässt. Denn auch unbeabsichtigte Zusatzfunktionen werden durch einen Synergie-Effekt der Module möglich.

Kleine unkomplizierte Aufgaben sind aber die große Stärke von Web-basierten Anwendungen. Ein gutes Beispiel findet sich in beinahe jedem Alltag. Wenn man nämlich per Mail eine Datei zugesandt bekommt, die man nicht öffnen kann, weil man die entsprechende Anwendung nicht besitzt. Hier greifen Online Anwendungen hervorragend und bieten schnelle Hilfe. Sei es um die Datei zu öffnen oder um sie zu konvertieren. Dank dieser Hilfe, kann man auf viele fest-installierte Anwendungen verzichten, die man womöglich nur einmal - oder zumindest sehr selten - nutzt. Gestartet werden sie dann auch nur mittels eines Klicks, was sie einfach und attraktiv macht. Kein Wunder also, wenn viele Anbieter und Plattformen in dieses Segment drängen.

Von Linux gibt es die sogenannten Zero Install Tools, die ganz allgemein solche Anwendungen beschreibt, die nicht installiert werden müssen. Einfach starten - von wo auch immer - und das Programm läuft. Bei Microsoft nennt sich ein vergleichbares Konzept ClickOnce. Allzu aufwändige Programme sind damit jedoch nicht möglich, da die Anwendungen jeweils isoliert voneinander ablaufen, auf den aktuellen Benutzer beschränkt sind und obendrein auch der Sicherheit zuliebe in ihren Möglichkeiten eingeschränkt werden. Schließlich will Microsoft mit ClickOnce nicht den Viren-Designern Tür und Tor zum Windows-Betriebssystem öffnen. Anders verhält es sich bei den Java Webstart Tools, die dank der Java Laufzeitumgebung auf zahlreichen Betriebssystemen lauffähig sind. Wer meint, dass Microsoft es in Puncto Sicherheit übertreibt, sieht anhand der Java Webstart Tools, was passiert, wenn man dieses Thema nicht ernst genug nimmt. Obwohl es hier eine große Community mit einer Vielzahl interessanter Anwendungen gibt, muss man gleichzeitig fürchten, dass gerade über solche Anwendungen auch zahlreiche Viren und Trojaner eingeschleppt werden. Der Einfachheit zum Trotz ist also bei Webstart Anwendungen Vorsicht geboten, vor allem wenn sie auf Java basieren.



Online Anwendungen


Als Online-Audio-Player gab es früher Festastic!. Er wurde direkt vom Server des Anbieters geladen und ausgeführt und konnte dann Audio-Dateien abspielen, die auf dem eigenen Rechner lagen. Der erste Start war noch etwas schwerfällig, weil die Anwendung eingerichtet werden musste. Jeder weitere Start ging aber flinker von statten. Voraussetzung zum Betrieb des Players war allerdings eine vorhandene Java Runtime Enviroment, welche aber in den meisten Fällen vorrätig war. Mittlerweile wird der Player aber nicht mehr angeboten, was auf die zunehmend potenteren Browser zurück zu führen ist. Denn wozu soll man einen Media-Player aus dem Internet starten, wenn man sowieso serienmäßig in seinem Browser einen mit sich führt.


Speziell für Fans von YouTube und anderen Flash-basierten Video-Portalen gibt es Web-Apps wie ClipConverter.cc. Anhand der Video-URL ermitteln sie die tatsächliche Position des Flash-Videos und ermöglichen es dem Anwender den Film als Datei herunterzuladen. Passend dazu erlauben sie auch gleich eine Konvertierung in das Wunsch-Format. So kann man sich Musik-Videos auch gleich in MP3 umwandeln lassen, bevor man sie herunterlädt. Man sollte aber vorher prüfen, wie es um die rechtliche Situation bestellt ist. Denn bei Inhalten die lizenzrechtlich geschütztes Material enthalten, kann es schnell illegal werden. Ein Problem bei solchen Plattformen ist schon mal, dass sie - anders als YouTube - keine Erlaubnis besitzen, um geschützte Inhalte zu vertreiben. Und genau das tun sie, wenn auch nur an jeweils einen Nutzer. Daher nehmen diese Portale den Anwender in die Pflicht und übertragen ihm durch die Nutzungsbedingungen das rechtliche Risiko. Mit anderen Worten, in den meisten Fällen dürfte also die Nutzung solcher Dienste komplett illegal sein. Etwas besser sieht es bei den stationären Anwendungen aus, die man auf seinem Rechner installieren muss. Wie zum Beispiel dem YouTube Downloader. Da man damit das Video direkt auf den eigenen Rechner herunterlädt, bleibt soweit alles legal. Problematisch ist aber auch hier die weitere Vorgehensweise. Möchte man nämlich nun das Video konvertieren oder auch nur erneut abspielen, dann bedarf es bei geschützten Material einer passenden Lizenz. Zwar kann der Urheber der geschützten Inhalte dem unberechtigtem Anwender nur schwer die Straftat nachweisen, dennoch bleibt der Besitz, die Verbreitung sowie die Nutzung solcher Inhalte illegal, sofern man nicht über die nötigen Lizenzen verfügt.


Wer unterwegs seine E-Mails prüfen will, kann dies in der Regel über ein Web-Mail-Frontend tun, dass von allen Free-Mail-Anbietern bereitgestellt wird. Doch bei Firmen-Mails oder selbst-verwalteten Mail-Diensten sieht dies oft anders aus. Kein Problem für Mail2Web. Dieser Dienst stellt ein Web-Frontend bereit, mittels dem man beliebige Mailadressen online abrufen kann. Das Praktische dabei ist, dass man sich garnicht registrieren muss. Man kann sich also kurzerhand dazu entschließen seine Mails abzurufen und benötigt in den meisten Fällen nur die eigene Mail-Adresse und das dazugehörige Passwort. Ob man diese Informationen aber wirklich einem fremden Dienstleister anvertrauen möchte, bleibt dem jeweiligen Anwender überlassen.


Bei SurFTP werden viele Anwender den Kopf-schütteln, schließlich ist heutzutage schon in jedem Browser ein FTP-Client eingebettet, so dass ein separater Online-FTP-Dienst überflüssig erscheint. Doch tatsächlich ist SurFTP mehr als nur ein einfacher FTP-Client. Er glänzt mit reichhaltigen Zusatzfunktionen. Dazu zählen gleich mehrere HTML-Editoren (dem Anwender wird die Wahl gelassen), wie auch ein Packer, um Daten zu komprimieren oder dekomprimieren, ohne sie herunterladen zu müssen. Interessant dürfte auch ein direkter File-Transfer zu einem zweiten FTP-Server sein, wie auch eine brauchbare Suchfunktion mit optionalen Filtern.

Alternativ zum Datentransfer mittels FTP bietet sich auch die Möglichkeit an, die Daten bei einem Storage-Anbieter zu hinterlegen. Entsprechende Dienstleister gab es mal wie Sand am Meer. Doch da solche Dienste oft missbraucht werden, scheint sich das Angebot deutlich geschmälert zu haben. Gleichzeitig muss man aber auch sagen, dass sich die verbliebenen Anbieter gegenseitig überbieten und die Qualität ihrer Angebote weiter ausbauen. Gratis-Storage gibt es unter anderem von YouSendit im Lite-Account, von iDrive im Basic-Account und von File-Upload ganz Allgemein.

Solche Storage-Anbieter scheinen dann aber doch überholt zu sein, wenn man sich einen Dienst wie Soonr ansieht. Man installiert hierzu die Soonr-Anwendung auf einem Desktop-Rechner und kann dann über die Soonr-Webseite (beispielsweise mit einem Internet-fähigen Mobil-Telefon oder von einem anderen Rechner aus) auf die Daten des Desktops zugreifen. Zwar dürfte die Vorstellung, einen Desktop-Rechner zum Internet offen zu stellen, viele Anwender schockieren, doch sollte man bedenken, dass auch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen greifen, um diesen Zugriff zu reglementieren. Darüber hinaus bietet Soonr auch eine Backup- und eine Team-Funktion. Daher könnte Soonr gerade für kleine Firmen interessant sein, die mit dieser Anwendung einen Team-Server ins Netz stellen wollen, auf dem unkritische Daten und allgemeine Informationen zugänglich gemacht werden.


Vom Prinzip her wirkt Writeboard sehr einfach und unspektakulär. Schließlich ist diese Anwendung im weitesten Sinne nur ein einfacher Text-Editor, mit dem man nicht einmal Text formatieren kann. Erst beim genaueren Hinsehen stellt man fest, dass es hier mehr um die Inhalte, als um deren Aussehen geht. Writeboard ist eine sehr interessante und mächtige Anwendung, was sie zwei ihrer Funktionen zu verdanken hat. Einmal der Team-Edit-Funktion, mittels der man mehrere Leute dazu einladen kann, an einem Dokument mitzuwirken. Und zum anderen der Versionierung, die jede Änderung des Dokuments protokolliert und dafür Sorge trägt, dass kein Text-Schnipsel verloren geht. Für kleine und große Team-Arbeiten daher eine gute Wahl.

Wer dann aber doch etwas mehr Leistungsfähigkeit benötigt, sollte vielleicht gleich zu einer Online-Office-Suite greifen. Thinkfree Online ist eine solche Plattform, die neben einer Textverarbeitung und einer Tabellenkalkulation auch ein Präsentations-Programm und einen HTML-Editor bereitstellt. Die Nutzung ist soweit kostenlos, erfordert allerdings eine Registrierung. Wer lediglich eine Datei betrachten und evtl. auch drucken möchte, muss sich nicht anmelden. Dies bleibt den Anwendern vorbehalten die Dokumente bearbeiten und gegebenenfalls auch online speichern möchten. Denn neben der Office-Funktion bietet Thinkfree Online dem Anwender auch einen Online-Speicher, unter der er seine Dokumente ablegen und verwalten kann. Wer hierzu eine Alternative sucht, wird wohl bei den sehr viel schnelleren Google Docs landen. Auch dies ist eine sehr umfangreiche Online-Office-Suite, wenngleich sie mit Kompatibilitäts-Problemen zu kämpfen hat. Denn anders als Thinkfree Online arbeitet Google Docs nicht mit einer Java Laufzeitumgebung, sondern dank JavaScript direkt im Browser. Doch nur sofern dieser dies unterstützt. Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb die Google Docs nicht so funktionsstark unterwegs sind. Einfach weil die Umsetzung nicht so unproblematisch ist, wie bei Thinkfree Online. Dafür zeigen sich nahezu keine Lade- oder Latenzzeiten, was es wohl dem Thinkfree Online voraus hat.

Passend zu diesen Office-Suite-Anwendungen dürften im Online-Office-Bereich auch der Neevia und der DocMorph Konverter sein. Beide wandeln sie eine Vielzahl von Formaten in entsprechend andere Formate um (z.B. in eine PDF- oder eine Bild-Datei). Erstellt man also mit der jeweiligen Office-Suite ein Dokument, kann man dies auf Wunsch gleich weiter konvertieren.

Etwas ungewöhnlicher sind Web Apps wie der TPC Fax-Service. Denn hier wird eine reelle Dienstleistung angeboten, die dennoch kein Geld kostet. Der bereitgestellte Fax-Service dient allerdings nur dem Versand von Faxen, nicht aber deren Empfang. Auch muss man sich damit abfinden, dass das gesendete Fax zum Teil mit Werbung versehen wird. Für einen kommerziellen Einsatz eignet sich dieser Dienst daher wohl nicht, doch für schnelle Anfragen, private Notfälle oder auch zum Test-Empfang auf dem eigenen Fax-Gerät, ist so ein Dienst allemal brauchbar.


Bei Team- und Projektmanagment-Anwendungen bieten sich Web-basierte Lösungen von Haus aus an, da sie einen oftmals vollwertigen Ersatz darstellen. Denn in der Regel sind moderne und aktuelle Team- und Projektmanagement-Anwendungen ohnehin Web-basiert und müssen nur noch auf einen Server installiert werden, um nutzbar zu sein. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich hier bereits kommerzielle Anbieter auftun, die diesen letzten Schritt übernehmen und dem Anwender somit eine Schlüsselfertige Lösung anbieten. Einfach registrieren, anmelden und nutzen. So lautet auch bei Teamlab die Devise. Es ist ein komplett kostenloser Service, der tatsächlich alle gebotenen Funktionen einschließt und sich somit als hervorragender Einstieg eignet. Kostenpflichtig wird dieser Service erst, wenn man mehr Speicher benötigt. Da aber im Gratis-Paket schon ein Online-Speicher von einem Gigabyte mit dabei ist, bleibt dieser Service für viele Anwender auch dauerhaft kostenlos.