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Media-Player


LCD-TVBei Media-Playern geht man schon längst dahin über Gruppen-übergreifend Medien-Formate zu unterstützen. Es genügt also nicht, dass ein Player eins oder mehrere Datei-Formate beherrscht. Vielmehr scheint deren Ansatz darin zu bestehen, dass ein Media-Player alle Formate beherrschen muss. Und so konzentriert man sich nicht allein auf die Wiedergabe von Audio und Video, sondern schon längst auch auf exotischere Format-Gruppen (Grafik, 3D, Animationen, etc.). Dies verwundert nicht besonders, denn in den Media-Player werden auch schon Zusatz-Funktionen mit eingebunden, wie zum Beispiel ein Web-Browser oder gar Mini-Spiele. Funktionen, die mit der eigentlichen Aufgabe des Players nur wenig oder gar nichts zu tun haben. Dennoch bieten sie dem Player einen Mehrwert, denn sie helfen ihm, sich von der Konkurrenz abzuheben.

Universelle Media-Player

Die Media-Player bedienen sich auf dem jeweiligen Rechner der installierten Codecs. Möglich wird dies dank DirectX bzw. dank DirectShow. Es dient als Schnittstelle zwischen den (DirectShow fähigen) Codecs und den Anwendungen. Tatsächlich ist ihm überhaupt erst die universelle Funktionalität des Media-Players zu verdanken. Damit dürfte wohl auch klar sein, warum es keine Rolle zu spielen scheint, welchen Player man nutzt. Schließlich dienen sie meist nur als visuelles Interface und unterscheiden sich nur in der gebotenen Funktionalität, kaum aber in ihrer zugrunde liegenden Technik. Es gibt hier aber auch kleine Ausnahmen, beispielsweise beim VLC Media Player, der sich nicht allein auf die Codec-Auswahl verlässt, die auf dem Rechner installiert wurde. Denn indem solche Ausnahme-Player auch eigene Codecs mitbringen, die im Player eingebettet sind, können sie auch weitgehend unabhängig oder auch Plattform-übergreifend wirken.

Spezielle Media-Player

Dabei kann es sich um einen universellen Codec handeln, wie im Fall des VLC Media Players um den libavcodec, der zahlreiche Formate unterstützt und der somit auch auf unvorbereiteten Systemen eine Fülle an Audio und Video wiedergeben kann. Oder auch um einen spezialisierten Media-Player, der nur einem speziellen Zweck oder nur ein spezielles Format unterstützt, dass vom Anbieter sonst unter Verschluss gehalten wird und vornehmlich nur mit diesem Media-Player ausführbar ist (oder sein soll). Praktisch ein eingebetteter Codec, der dem Media-Player des Anbieters eine gewisse Exklusivität einräumt. Oder der die Nutzung eines exklusives Container-Formats erlaubt. Das sorgt dafür, dass viele Anwender neben ihrem favorisierten Media-Player auch einige dieser speziellen Media-Player auf ihrem Rechner betreiben, um wirklich einen Großteil wenn nicht gar alle gebräuchlichen Audio und Video Dateien abspielen zu können.

Im Zuge der universellen Gestaltung von Media-Playern kommen aber einige dieser speziellen Media-Player nicht mehr drumherum, auch klassische Formate verstärkt zu unterstützen. Ein gutes Beispiel ist hier der Real Player, der ursprünglich eigene Container-Formate wie RealAudio und RealVideo propagierte, mittlerweile sich aber auch sehr viel universeller präsentiert, um nicht den Anschluss zu verlieren. Und genau durch diese Maßnahme drängt er sich in den Vordergrund und versucht den bisher genutzten Media-Player zu verdrängen. Tatsächlich gelingt ihm das sehr gut, denn er zeigt, was ein moderner Media-Player alles beherrschen muss. Angefangen von einer Download-Funktion für Videos aus Internet-Video-Portalen, bis hin zu einer DVD-Erstellungs-Funktion zum konvertieren und brennen der eigenen Video-Filme. Dies sind alles Funktionen, die man einem klassischen Media-Player nicht zutrauen würde und die in Zukunft den Begriff "Media-Player" neu definieren. Dennoch sollte man sich nicht allzuschnell auf diesen einen Media-Player festlegen. Oftmals ist man besser bedient einen Mix aus mindestens einem konventionellen und einem speziellen Media-Player zu betreiben. Weil man auf diese Weise eine Vielzahl von exotischen Funktionen abgreifen kann. Und da exotische Zusatz-Funktionen in Zukunft Hochsaison haben, könnte es durchaus passieren, dass auch mehr als nur zwei Player Sinn machen.



Universelle Media-Player

Ein sehr interessanter Player, der neben den regulären Funktionen interessante Add-ons vorweisen kann. Darunter eine 3D-Blätter-Funktion (FlowList), mit der man durch mehrere Videos durchblättern kann.

Ein klassischer und optisch ansprechender Media Player.

Ein klassischer Media-Player, der in der kostenfreien Ausführung mit seinen Funktionen geizt. Die Fülle an Funktionen sind leider erst in der kostenpflichtigen Ausführung mit dabei.

Der DSPlayer ist ein sehr funktionaler Media Player. Neben den klassischen Funktionen bietet er auch einen Radio-Stream-Ripper sowie unterschiedliche Abspielgeschwindigkeiten.

Der FLV-Media Player dient vornehmlich dazu, um Flash-Video Dateien abzuspielen. Beherrscht allerdings auch zahlreiche andere Formate.

Ein funktionaler Media Player, der auch defekte und unvollständige AVI-Dateien abspielen kann.

Bekannt wurde der IrfanView eigentlich mehr als flexibler Bildbetrachter, jedoch kann er auch Audio- und Video-Dateien abspielen. Dies gilt allerdings nur mit Vorbehalt, denn hier mangelt es ihm nicht nur an Funktionen sondern auch an Qualität und Kompatibilität.

iTunes  :

iTunes ist unter anderem ein Media Player, der durch zahlreiche Zusatzfunktionen glänzt. Gleichzeitig zeigt er sich aber auch sehr eingeschränkt, da er vornehmlich auf Apple-eigene Produkte und Formate ausgerichtet ist.

Jaangle  : 

Ursprünglich als TeenSpirit bekannt, war dieser Media Player ein Audio-Player der nachträglich auch mit Video-Wiedergabe-Funktionen versehen wurde. Er diente vornehmlich zur Verwaltung von großen Medien-Archiven. Mit der Annäherung des Final Release (1.0) wurde er in Jaangle umbenannt.

Ein einfacher Media-Player mit CD-Ripping Funktion.

Eigentlich ein universeller Player, der aber auch zahlreiche spezielle Formate unterstützt.

Der Media Player Classic präsentiert sich optisch sehr einfach in einem klassischen Windows-Fenster. Weiterentwicklungen gab es lange Zeit nicht, doch dank eines neuen Entwicklerteams hat sich dies geändert. Neben einigen Bug-fixes braucht man hier allerdings keine allzu großen Änderungen zu erwarten. Denn wie der Name schon andeutet, ist dieser Media Player sehr konservativ.

MPlayer  : 

Der MPlayer macht nach außen hin einen sehr einfachen Eindruck, dabei ist er für zahlreiche Betriebssysteme verfügbar. Und zwar nicht nur für die üblichen Verdächtigen, sondern auch für Exoten wie AmigaOS, OS/2 und andere. Auch ältere Betriebssysteme wie DOS können noch mit ihm umgehen, sofern man ihnen einen DOS-Extender zur Seite stellt, der ihnen eine Win32-Kompatibilität beschert.

Der Real Player ist in einer kostenfreien Basic-Version oder wahlweise in einer kostenpflichtigen Pro-Version erhältlich. Er bietet neben den klassischen Media-Player Funktionen und einem Support seiner eigenen Formate auch noch weiterreichende Funktionen.

Der Snow Player präsentiert sich mit eingebautem Brenn-Programm und integriertem Audio-Grabber. In der Tat glänzt er durch interessante Zusatzfunktionen und ist auch als Tiny-Version erhältlich, bei der er auf eine Installation verzichtet und direkt von einem USB-Stick oder einer CD/DVD gestartet werden kann.

Modern und kompetent präsentiert sich der Splash-Player, der in der Tat auch DVB-T Funktionalität bietet, was man bei kostenlosen Playern kaum antrifft. Interessant ist auch, dass er alle gängigen Codecs mitbringt, um Blu-Ray Medien abzuspielen (inkl. VC-1). Wenngleich der tatsächliche Blu-Ray-Support - wohl aus lizenzrechtlichen gründen - nur mit einer kostenpflichtige Splash-Player Version möglich ist.

Elite-Freeware

Der Video LAN Client Media Player bringt dank des integrierten libavcodec eine universellen Support für die gängisten Audio- und Video-Formate gleich mit sich und ist nicht allein auf die schon installierten Codecs angewiesen. Allein deswegen ist er für viele Anwender die erste Wahl. Tatsächlich bietet er auch eine Unterstützung für DVB-T, DVB-S und DVB-C. Doch in dieser Hinsicht ist er noch nicht sehr ausgereift und empfiehlt sich in solchen Fällen eher für experimentierfreudige Anwender.

WinAMP  : 

Als Audio-Player gestartet, ist der WinAMP mittlerweile zu einem Web- und Video-Player mutiert. Je nach eingesetzter Version, hat man die Wahl, wie umfangreich die gebotene Funktionsvielfalt ausfallen soll. Eine kostenpflichtige Version gibt es auch, doch die unterscheidet sich von der kostenlosen Vollversion nur durch ein paar kleine Limitierungen. Wer also die kostenlose Schiene fahren möchte, kann dies beim WinAMP mit sehr geringen Einschränkungen tun.

Der Windows Media Player ist fester Bestandteil eines jeden Windows Betriebssystems. Er wird deswegen oft als Synchronisations-Software-Referenz für mobile Audio-Geräte eingesetzt. Erhältlich ist er auch für andere Betriebssysteme, wie beispielsweise für Mac OS X, bietet allerdings ganz allgemein nur eine durchschnittliche Funktionsvielfalt.

Der XUL Player beherrscht nicht nur Audio- und Video-Wiedergabe, sondern kann auch Bilder und Flash ausgeben. Als besonderes Feature unterstützt er einen Dual-Player-Mode, wodurch er gleichzeitig zwei Videos oder Audios abspielen kann.

Der Zoom Player ist ein benutzerfreundlicher Player, der bei Bedarf einige Zusatz-Funktionen entfaltet. Dennoch kann er sich erst in seinen kostenpflichtigen Ausführungen (Premium und Max) von der Konkurrenz abheben.