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Down-/Upload


Down-UploadSo grenzenlos das Internet auch wirkt, so schnell stößt man an seine Grenzen. Eine dieser Grenzen ist die maximale Übertragungsrate, die nicht nur von der eigenen Datenleitung limitiert wird. Denn man vergisst nur all zu schnell, dass man sich das Internet mit Milliarden anderer Anwender teilen muss und dass deren Ansprüche den eigenen oft in die Quere kommen. Gerade wenn man mit großen Datenmengen arbeitet, zeigt sich das Internet noch sehr unnachgiebig und schmalbandig. Um dem entgegen zu wirken kamen schon sehr früh Anwendungen auf den Markt die eine effizientere Ausnutzung der Datenverbindung versprachen. Dies war damals mehr als nur relevant, in einer Zeit, in der man das Internet noch mittels einer analogen Telefonverbindung betreten musste. Heute im Zeitalter des DSL und des UMTS sollte man meinen, dass alles schneller geworden ist. Doch mit den Bandbreiten wuchsen auch die breiteren Angebote und die höheren Ansprüche. So dass die entsprechenden Anwendungen zu Optimierung von Datenübertragungen noch immer höchst aktuell sind.

Nicht nur die Übertragungsgeschwindigkeit, sondern auch der Komfort und die Sicherheit spielen zwischenzeitlich sehr große Rollen bei der Datenübertragung. Im Bereich Komfort ist beispielsweise eine gute Übersichtlichkeit und die Darstellung von Strukturen und Arbeitsabläufen zu nennen. Denn wer regelmäßig Tausende von Dateien über das Internet verschickt, will nicht nur wissen, ob sie ankommen und ob sie im richtigen Verzeichnis gelandet sind, sondern ob sie den Transport auch heil überstanden haben. In den weiten des Internets, wo schnell mal was verloren gehen kann, ist dies noch immer keine Selbstverständlichkeit. Manche Anwendungen bieten auch die Wiederaufnahme von fehlerhaften oder abgebrochenen Downloads. Wodurch man sich viel Zeit sparen kann. Und da dies nicht die einzige Gefahr ist, die dort lauert, werden Daten idealerweise für den Transport von vielen Anwendungen auch gerne verschlüsselt. Damit Unbefugte keine Möglichkeit erhalten, aus ihnen einen Nutzen zu ziehen.

Ports und Protokolle

Um daher die Übertragung störungsfrei und sicher zu gewährleisten, gilt es ein Protokoll einzuhalten, an dass sich der Sender und Empfänger gleichermaßen hält. Also eine fest definierte Prozedur, die genau regelt was, wie und wann Versender und Empfänger zu tun haben. So selbstverständlich ist dies nicht, da es auch innerhalb einer Übertragungsmethode unterschiedliche Protokolle geben kann, die nicht zwingend zueinander kompatibel sind (z.B. bei BitTorrent). Lediglich die Standard-Protokolle sind konkreter definiert. Doch auch bei ihnen kann es mittels weiterführender Einstellmöglichkeiten trotz gleichen Protokolls noch zu Verbindungs-Problemen kommen. Es genügt also nicht über die passende Anwendung zu verfügen; Sie muss auch auf den Übertragungs-Partner eingestellt sein, um Daten austauschen zu können. Als ob dies nicht genug wäre, gibt es noch weitere Merkmale die stimmen müssen. Wichtig dabei ist somit auch die Wahl des richtigen Ports.

Ein Port ist vergleichbar mit einer Tisch-Reservierung im Restaurant, damit man ungestört von allen anderen Übertragungen bleiben kann, die möglicherweise sogar zwischen genau dem gleichen Sender und Empfänger stattfinden. Da es bis zu 65535 Ports gibt, können somit zwischen den beiden Übertragungs-Parteien entsprechend auch bis zu 65535 von einander unabhängige parallele Übertragungen durchgeführt werden. Für die geläufigsten Übertragungs-Anwendungen ist einer oder mehrere Standard-Ports definiert, die für Übertragungen oder zur Kontrolle genutzt werden. Man nennt sie auch System-Ports (0-1023). Sie sind fest vorgegeben, so dass man davon ausgehen kann, dass sie in den meisten Fällen stimmen. Über sie können zwischen Sender und Empfänger noch weitere Ports zur Übertragung vereinbart werden. Anders kann es sich bei selteneren/neueren/exotischeren Protokollen und ihren Anwendungen verhalten. Dort muss unter Umständen nicht nur ein freier Port selbst gewählt werden, sondern man muss auch sicher stellen, dass dieser frei und ungehindert im eigenen Netz passieren kann. Denn oft sind viele ungenutzte Ports (vom Administrator) aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Protokoll Port Erläuterung
TFTP 69 Das Trivial-File-Transfer-Protocol ist der Vorläufer von FTP und SFTP. Es unterstützte lediglich das Kopieren von Dateien.
SFTP 115 Das Simple-File-Transfer-Protocol oft auch verwechselt mit dem FTPS oder dem Secure-FTP ist lediglich ein vereinfachtes FTP oder auch der Nachfolger des noch einfacheren TFTP. Mit SFTP kam erstmals eine Ordnerstruktur und -verwaltung hinzu, sowie eine Benutzerkontrolle.
FTP 20 und 21 Das File-Transfer-Protocol dient der geläufigsten Form der Datenübertragung. Hierfür benötigt man in der Regel einen FTP-Server mit dem man sich mittels eines FTP-Client verbindet. Über den Client kann der Anwender seine Daten auf und vom Server laden. Aktuell findet sich bereits in jedem Browser ein FTP-Client. Sehr funktional sind diese jedoch nicht, daher empfiehlt sich für eine eingehendere Nutzung noch immer eine eigene FTP-Client-Anwendung.
SSH FTP 22 Das Secure-Shell-File-Transfer-Protocol wird als Secure-FTP oder fälschlicherweise oft auch als SFTP abgekürzt. Letzteres ist nicht wirklich korrekt, da es bereits ein älteres Protokoll mit dem Namen SFTP gibt. Bei SSH FTP wird mittels SSH eine verschlüsselte Verbindung aufgebaut, die anschließend mittels FTP zur Datenübertragung genutzt wird. So gesehen also FTP mit SSH Verschlüsselung (wie der Name schon sagt).
FTPS 989 und 990 Das File-Transfer-Protocol-over-Secure-Sockets-Layer ähnelt dem SSH FTP. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein verschlüsseltes FTP, jedoch wird da nicht die Verbindung sondern das FTP selbst verschlüsselt.
FXP zufällig Das File-Exchange-Protocol dient der direkten Verbindung zwischen zwei FTP-Servern. Gesteuert wird die Datenübertragung jedoch nach wie vor von einem (FXP-kompatiblen FTP-)Client, jedoch wandern die Daten nicht über den Client, sondern direkt von Server zu Server. Feste Ports sind hier nicht geläufig. Stattdessen wird bei jedem Verbindungsaufbau ein zufälliger Port ausgewählt.
HTTP 80 Das Hyper-Text-Transfer-Protocol verwenden Browser zum übertragen von Webseiten. Es wird oft aber auch zum direkten Übertragen von einzelnen Dateien genutzt. Die typische Anwendung bleibt daher der Browser.
HTTPS 443 Das Hyper-Text-Transfer-Protocol-Secure ist die verschlüsselte Form des HTTP und bietet auf diese Weise eine höhere Übertragungssicherheit. Eingesetzt wird sie oft beim Online-Einkaufen oder bei Online-Bankgeschäften. Die typische Anwendung bleibt auch hier der klassische Internet-Browser.
POP3 und POP3S 110 und 995 Das Post-Office-Protocol-3 (3, wegen der Version 3) bzw. Post-Office-Protocol-3-Secure, ist das geläufige Protokoll zum Abrufen von E-Mails. An E-Mails lassen sich Dateien anhängen, wodurch POP3 sich in Zusammenarbeit mit SMTP auch zum Übertragen von Dateien eignet.
SMTP und SMTPS 25, 465 und 587 Das Gegenstück zu POP und IMAP ist das Simple-Mail-Transfer-Protocol bzw. die verschlüsselte Variante Simple-Mail-Transfer-Protocol-Secure die zum Hochladen von E-Mails auf den Mail-Server dienen. Auch für SMTP gilt, dass es sich indirekt und eingeschränkt zur Übertragung bzw. Versenden von Dateien eignet.
IMAP 143 und 993 Anders als wie bei POP, handelt es sich beim Internet-Message-Access-Protocol um ein Protokoll, dass die Mails vorzugsweise auf dem Server lässt. So dient der Mail-Server nicht nur temporär als Postfach, sondern ist gleichzeitig auch eine langfristige Ablage, die man dank Internet stetig mit sich führen kann.
XMPP 5222, 5223 und 5269 Beim Extensible-Messaging-and-Presence-Protocol handelt es sich eigentlich um ein Instant-Messaging-Protokoll, welches somit zum chatten bzw. für Kurzmitteilungen gedacht ist. Es können aber genauso Dateien direkt von Anwender zu Anwender übertragen werden. Dies hängt jedoch von der jeweiligen Anwendung ab. Denn nicht jede XMPP-kompatible-Anwendung beherrscht alle XMPP-Funktionen oder ist kompromisslos kompatibel zu allen anderen XMPP-kompatiblen-Anwendungen.

Für E-Mail-Clients, Instant Messanger sowie für Browser haben wir jeweils eine eigene Sektion. Alle anderen relevanten Programme zur Datenübertragung, wie Download-Manager, FTP-Clients, FTP-Server und Filesharing-Anwendungen, werden wir im folgenden aufführen. Bevor wir dies jedoch tun, sollte man noch den rechtlichen Aspekt eines Downloads berücksichtigen. Dies gilt vor allem beim Einsatz von Filesharing-Clients, die oft noch als Plattformen für illegalen Datenverkehr gelten. Nach neuester Rechtsprechung ist es nämlich so, dass nicht mehr nur der Anbieter eines illegalen Downloads, sondern auch der Empfänger in Haftung genommen werden kann. Man sollte also genau prüfen, ob die Inhalte, die man bezieht, auch wirklich mit Einverständnis des Urhebers vertrieben werden. Dies gilt vor allem für Inhalte wie Videos, Musik, elektronische Bücher, Spiele und Anwendungen. Im übrigen versuchen wir Download-Anwendungen die ausschließlich illegalen Zwecken dienen sollen, in unserem aufgelisteten Angebot zu vermeiden.



Download-Manager

Wie der Name schon andeutet, ist DownThemAll ein Web-Sammler, mit dem sich - unter anderem - ganze Webseiten bequem herunterladen lassen. DownThemAll ist selbst nur eine Zusatzanwendung (Addon) für den Firefox-Browser, kann aber auch in allen Addon-kompatiblen-Browsern verwendet werden. Er bietet eine gute Übersichtlichkeit und eine hervorragende Funktionalität, weshalb er gerade bei Web-Entwicklern sehr beliebt ist, die sich mit ihm einen tieferen Einblick in so manche Webseite ermöglichen.

Als einer der funktionsstärksten Download Manager gilt der Free Download Manager. Manche Funktionen werden bei ihm spät nachgereicht und andere bleibt er sogar länger schuldig. Doch die Fähigkeiten, die er besitzt, präsentieren sich gut umgesetzt. Dazu zählt beispielsweise das Herunterladen und Konvertieren von Flash-Videos. Unterstützung bietet er (neben HTTP und FTP) auch für BitTorrent. Er ist aber genauso auch in einer Lite Version erhältlich, die auf eine Video-Konvertierung wie auch auf den BitTorrent-Client verzichtet. Er empfiehlt sich für Anwender, die öfter und größere Downloads durchführen. Oder die auch spezielle Anforderungen an das Herunterladen stellen (z.B. zeitlich gesteuerte Downloads, Bandbreiten-Vorgabe, Herunterfahren des Rechners bei Abschluss, etc.). Dabei arbeitet er mit den meisten großen Browsern zusammen und drängt sich nicht zwingend in den Vordergrund.

Hervorragend geeignet zum herunterladen von Internet-Videos ist der Freemake Video Downloader. Er unterstützt nicht nur über 10.000 Video-Portale, sondern beherrscht auch die Konvertierung des Videos in ein vom Anwender vorgegebenes Format.

Wer um seine Internet-Verbindung bangen muss, ist vielleicht mit dem HTTrack Website Copier gut bedient. Wie der Name schon andeutet, kann diese Anwendung nicht nur ganze Webseiten auf den eigenen Rechner herunterladen, sondern erhält dabei auch Struktur und Bedienung. So dass man sich ganz ohne Internet-Verbindung auf der heruntergeladenen Webseite bewegen kann. Verfügbar ist die Anwendung für Windows, Mac OS X, Linux sowie FreeBSD.


FTP-Clients und FTP-Server

Cyberduck  : 

Cyberduck präsentiert sich als einfacher und handlicher FTP-Client. Er beherrscht darüber hinaus auch verschlüsseltes FTP und WebDAV. Ebenso kann er mit einigen bekannten Cloud-Plattformen umgehen. Ursprünglich wurde er für Mac OS X entwickelt, ist zwischenzeitlich aber auch für Windows verfügbar.

Elite-Freeware

Filezilla  : 

Filezilla ist in einer Client- und einer Server-Version erhältlich. Beide sind sehr benutzerfreundlich. Besonders die Server-Version eignet sich durch ihre Einfachheit auch sehr gut für Laien. Als Windows-Anwender wird man kaum um sie herum kommen, denn sie ist eine der wenigen FTP-Server für Windows, die kostenfrei angeboten werden. Die Client-Version glänzt dagegen durch ihre gute Übersichtlichkeit, mit der man selbst durch einen Verzeichnis-Urwald noch sehr gut navigieren kann. Neben der klassischen Ausführung gibt es von Drittanbietern auch eine Portable-Version. Doch im Grunde ist die überflüssig, da die klassische Client-Version (uninstalliert und von einem Speichermedium ausgeführt) ebenfalls als Portable-Version einsetzbar ist. Verfügbar ist Filezilla vor allem für Windows, wo es einer der beliebtesten FTP-Clients darstellt. Es gibt aber auch Versionen für Mac OS X und Linux.

FireFTP  : 

Speziell für Anwender des Firefox Browsers ist FireFTP ein Must-Have. Die Anwendung beherrscht nicht nur alle wichtigen FTP-Funktionen (inkl. verschlüsselter Übertragungen oder Server-zu-Server Transfer) sondern wird darüber hinaus in den Firefox integriert und kann dort praktisch als Plug-In innerhalb eines Tabs laufen. Hat man es erst einmal im Einsatz, will man es nie wieder missen.

LFTP  : 

LFTP ist ein ungewöhnlich funktionaler FTP-Client, dafür dass er nur Kommandozeilen-basierend ist. Anwender die dies bevorzugen, denen kann LFTP unter Unix und Linux dienen.

NcFTP  : 

Ein weiterer FTP-Client sowie FTP-Server der auf der Kommandozeile arbeitet ist der NcFTP. Neben Linux, Mac OS X und Windows (bei Windows nur als Client) ist der NcFTP auch für zahlreiche exotischere Betriebssysteme verfügbar.

vsftpd  : 

Der Name vsftpd steht für very secure ftp deamon. Und in der Tat zählt der vsftpd nicht nur laut des Entwicklers zu dem wohl sichersten FTP-Servern überhaupt. Er wird daher auch gerne von größeren Firmen eingesetzt. Verfügbar ist er jedoch nur für Unix sowie Linux.

WinSCP  : 

Zu den kompakten FTP-Clients zählt der WinSCP. Er kann alles, was ein guter FTP-Client können muss, darunter auch verschlüsselte Übertragungen und Server-zu-Server Transfer. Wegen seiner kompakten und einfachen Darstellung empfiehlt er sich jedoch eher für kleinere Arbeiten oder bei einfachen Verzeichnis-Strukturen. Wie sein Name andeutet ist er für Windows vorgesehen, dabei ist er wahlweise als installierbare und als portable Version verfügbar.


Filesharing-Anwendungen

Deluge  : 

Bei Deluge handelt es sich um einen Ressourcen-schonenden BitTorrent-Client. Verfügbar ist er für diverse Linux-Plattformen, für Windows, für Mac OS X sowie für FreeBSD. Eine seiner Besonderheiten ist die Fernkontrolle mittels Web-Interface, wodurch er sich auch auf einem fernen Server betreiben lässt.

MLDonkey  : 

Eine sehr universelle Filesharing-Anwendung ist der MLDonkey. Sie arbeitet mit zahlreichen Filesharing-Plattformen zusammen, darunter BitTorrent, FastTrack, eDonkey, uvm. Darüber hinaus kann MLDonkey auch zum übertragen von Dateien mittels HTTP oder FTP genutzt werden. MLDonkey ist für Windows sowie für Linux erhältlich.

Opera  : 

Die Opera-Suite ist eigentlich als Browser bekannt, stellt sich jedoch aus mehreren Anwendungen zusammen. Darunter ist auch ein BitTorrent-Client. Sie ist nicht sonderlich funktional, bietet aber doch zumindest eine eigene BitTorrent-Suche.

Der qBittorrent ist etabliert und gilt als sehr guter BitTorrent-Client. Denn er unterstützt nahezu alle BitTorrent-Erweiterungen und bietet damit eine hohe Kompatibliität. Dabei bleibt er dabei klein und Ressourcen schonend. Verfügbar ist er für Windows, Mac OS X, FreeBSD und Linux.

Shareaza  : 

Shareaza ist ein äußerst funktionaler Client, der gleich auf mehrere File-Sharing-Netzwerke zugreifen kann. Er bietet einen fest integrierten Media-Player, eine Dateivorschau und einen IRC-Client. Läuffähig ist er unter Windows und wird dort in zwei getrennten Ausführungen für neuere wie auch für ältere Systeme angeboten. Shareaza zeigt sich oft innovativ, indem man neue Ideen und Konzepte einzuführen versucht. Wer es also etwas experimenteller mag, sollte sich mit Shareaza anfreunden.

Vuze  : 

Mit Vuze präsentiert sich ein sehr umfangreicher BitTorrent-Client. Das liegt vornehmlich an seinem Support für Plug-Ins, von denen es schon um die 100 Stück gibt und wodurch er hinsichtlich seiner Funktionen auch von Anwender-Seite her weiter ausgebaut werden kann. Wer also spezielle Funktionen sucht, hat gute Chancen sie bei Vuze zu entdecken. Vuze kommt dabei als Java-Anwendung daher und ist somit unter fast jedem Betriebssystem lauffähig.