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Browser


BrowserWar früher ein Internet Browser lediglich eine Anwendung um Internet-Seiten darzustellen, ist er heute viel mehr ein Internet-Allround-Werkzeug. Kein Wunder, dass man ihnen zeitweise vorwarf, überladen und schwer-fällig zu sein. Was die Browser jedoch nur als Inspiration ansahen, um aus ihren Fehlern neue Tugenden zu schaffen. Das führte dazu, dass Browser nicht mehr nur ihren Funktionsreichtum weiter anhäuften, sondern auch in Puncto Geschwindigkeit und Qualität zunehmend stärker hervortraten. Für die meisten Anwender spielt es daher fast schon keine Rolle mehr, welchen Browser sie verwenden. Denn hervorragende Resultate liefern sie praktisch alle.

Dennoch gibt es gewisse Merkmale, mit denen sich jeder einzelne Browser hervortun möchte. Merkmale, die auch über die zahlreichen neuen Versionen hinweg erhalten bleiben. So zählt Beispielsweise der Opera Browser zu den innovativen Vorreitern. Funktionen, die andere Browser nur nach und nach einführen, sind und waren schon lange Jahre vorher im Opera integriert. Er gilt daher als Ideen-Schmiede für die Browser-Welt, der sich großer Beliebtheit erfreut. Deutlich erfolgreicher als der Opera etablierte sich jedoch der Mozilla Firefox, denn im Gegensatz zum Opera der erst ab 2005 komplett kostenfrei angeboten wurde, ist der Firefox schon von Anfang an kostenlos.

Tatsächlich ist der Mozilla Firefox aber kein direkter Konkurrent zum Opera, auch wenn dies oft so suggeriert wird. Denn Opera ist mehr als nur ein Browser. Er wird als eine Sammlung von Anwendungen (eine sogenannte Suite) angeboten. So etwas gibt es von Mozilla auch, früher wurde sie unter der Bezeichnung Mozilla Application Suite geführt. Aktuell kennt man sie unter dem Namen Mozilla SeaMonkey. In diesen Software-Paketen findet sich neben einem Browser vor allem ein Mail-Programm und ein Adressebuch, gelegentlich auch RSS- sowie Usenet-Reader und manchmal auch Werkzeuge zum erstellen von Webseiten. Wir unterscheiden daher den klassischen Browser von der Browser-Suite, die nicht nur oberflächlich mit zusätzlichen Diensten glänzen will, sondern ein tatsächliches All-in-One Angebot schafft. Denn dadurch, dass die einzelnen Internet-Anwendungen zusammen gelegt werden, schafft man manchmal auch Synergie-Effekte. Zumindest erleichtert man den weniger versierten Anwendern die Benutzung. Da man sich auf diese Weise nur noch mit einem Programm herumschlagen muss.



Browser

Da Apple anfänglich keinen Browser für sein Mac OS besaß, musste der Internet-Explorer herhalten und konnte sich in der Mac-Welt etablieren. Um diese Vormachtstellung wieder zu brechen, lieferte Apple mit den Safari einen eigenen Browser, der zwischenzeitlich auch für Windows verfügbar ist.

Google Chrome stellt den Browser mit dem am schnellsten wachsenden Marktanteilen dar. Neben dem Mozilla Firefox und dem Internet-Explorer zählt er zu den dominierenden Browsern im Internet und besitzt gute Chancen die neue Nummer 1 zu werden. Dem im Weg standen bisher lediglich einige Sicherheitsbedenken, die aber entweder nicht mehr aktuell oder abschaltbar sind. So wurde in älteren Versionen eine unikate Browser-ID vergeben, wodurch jede installierte Version identifizierbar blieb. Parallel dazu wurden und werden bei Abstürzen auf Wunsch des Anwenders Fehlerprotokolle an Google übertragen, die unter anderem auch eine Auflistung der parallel ausgeführten Anwendungen beinhalten. Während die Browser-ID längst abgeschafft wurde, lässt sich die Teilnahme an der Problembehebung deaktivieren. Auf diese Weise wurden damit die vordringlichsten Sicherheitsbedenken des Google Chrome abgeschafft, wodurch er sich nun mit allen anderen Browsern sicherheitstechnisch gleichstellt fühlt.

K-Meleon  : 

Ähnlich wie der Mozilla Camino, basiert auch K-Meleon auf der Gecko-Engine und verzichtet auf die Mozilla eigene XUL-Oberfläche. Doch die Gründe sind andere. K-Meleon ist für Windows ausgelegt und verwendet auch dessen bestehende Oberfläche. Auf diese Weise kann er effizienter arbeiten und gilt als Ressourcen-schonend und schnell. Einziges Handicap scheint seine schleppende Aktualität zu sein. Dies wirkt sich darauf aus, dass nicht immer alle Sicherheitslücken der Gecko-Engine sofort geschlossen werden. Wer sich davon nicht beirren lässt, bekommt mit K-Meleon einen Browser, der auch auf langsamen Systemen schnelle Resultate zeigt und dabei eine hohe Kompatibilität zu den Mozilla-Plug-Ins mitbringt.

Kylo  : 

Wer Windows oder Mac OS X an einem HD-Fernseher nutzt, hat nicht selten Probleme die kleine und feine Browser-Navigation zu bedienen. Zumal für das Wohnzimmer auch nicht immer die präzisesten Eingabegeräte vorliegen. Mit Kylo wird hier Abhilfe geschaffen, denn Kylo ist speziell für den Einsatz an HD-Fernsehern konzipiert. Abgesehen davon, dass die großen Bedienelemente auch aus der Ferne noch gut steuerbar sind, liefert Kylo auch gleich eine einblendbare Tastatur mit, so dass man Web-Links auch mit einer Maus eingeben kann. Und da hinter Kylo Mozillas neueste Gecko-Engine steckt, verfügt man gleichzeitig über einen aktuellen und leistungsstarken Browser.

Der Internet Explorer hat eine besondere Stellung im Browser-Markt. Da er seit längerem mit Windows serienmäßig mitgeliefert wird, greifen diverse Anwendungen gerne auf seine Darstellungsfähigkeiten zurück. Der Internet-Explorer kann daher direkt oder indirekt auf eine Reihe anderer Anwendungen Einfluss nehmen, weshalb es oft von Vorteil ist, die neueste Version unter Windows zu besitzen. Auch wenn man nicht beabsichtigt ihn bewusst zu nutzen.

Während der Mozilla Firefox sehr universell unter diversen Betriebssystemen eingesetzt werden kann, ist der Mozilla Camino speziell als ein Browser für Mac OS X konzipiert. Im Grunde handelt es sich beim Camino um einen Firefox-Browser, der jedoch nicht auf die Mozilla eigene XUL-Oberfläche aufsetzt, sondern die bei Mac OS X Anwendern gebräuchlichere Cocoa-Oberfläche verwendet. Auf diese Weise möchte Mozilla den Mac OS X Entwicklern den Einstieg in die Mozilla-Welt erleichtern.

Elite-Freeware

Der Firefox hat eine lange Geschichte hinter sich. Sie reicht zurück bis 1994, als der Netscape Navigator in einer ersten Beta veröffentlicht wurde (Codename Mozilla). Dieser wurde 1996 in den Netscape Communicator (eine Suite) integriert und weitergeführt. Zwei Jahre später wurde der Quellcode veröffentlicht, wodurch das Fundament für die Mozilla Application Suite gelegt wurde, aus der schließlich der Firefox (anfänglich Phoenix) hervor kam. Mittlerweile ist der Firefox einer der beliebtesten und meist genutzten Browser der Welt. Und dank einer stetigen Weiterentwicklung ist auch für die Zukunft anzunehmen, dass er sich diese Position erhält.

Elite-Freeware

Der Iron Browser ist eine Abspaltung des Googles Chrome Browser. Er basiert auf der selben Engine (Chromium) unterbindet jedoch alle Funktionen, die den Datenschutz des Anwenders negativ beeinträchtigen können. Sogar scheinbar harmlose Protokoll-Funktionen werden serienmäßig deaktiviert, um dem Anwender einen höchstmöglichen Schutz seiner Privatsphäre zu ermöglichen.


Browser Suite

Emacs  : 

Emacs zählt zu den ältesten Anwendungen, die heute noch Bestand haben und weiterentwickelt werden. Seine Geschichte reicht weit über 30 Jahre zurück, wo es ursprünglich als einfacher Editor fungierte. Aktuell bietet Emacs sehr viel mehr. Darunter einen FTP-Client, Mail-Funktionen und auch eine Browserfunktionalität. Anwender die jedoch nur grafische Oberflächen gewohnt sind, werden von seiner überwiegend Shell basierten Umgebung verschreckt. Daher eignet sich Emacs eher für alte Hasen die sich gelegentlich von Nostalgie-Gefühlen packen lassen. Als ernsthafte Anwendung kann Emacs nur dann in Erscheinung treten, wenn der Anwender wirklich bereit ist, sich in die spezielle Emacs Umgebung einzuarbeiten. Was aber oft nicht der Fall sein dürfte. Dennoch gibt Emacs die Hoffnung nicht auf, auch neue Anwender zu begeistern und präsentiert sich daher für zahlreiche Betriebssysteme (unter anderem Linux, Mac OS X und Windows).

Konqueror  : 

Der Konqueror, dessen Name sich zum einen als Steigerung an den Internet Explorer anlehnt (Explorer = Erforscher, Konqueror = Eroberer) und zum anderen auf dem KDE-Projekt basiert (dessen Bestandteile gerne mal ein anfängliches K verwenden), ist sehr viel mehr, als nur ein Browser. Obwohl er nicht der klassischen Norm einer Browser Suite entspricht, darf er zurecht als solche aufgeführt werden. Neben seiner Browser-Tätigkeit bietet er einen FTP-Client, sowie einen WebDAV-Client und eignet sich daher hervorragend für den Datenaustausch von und zum Internet. Unterstützt wird diese Tätigkeit durch seinen Dateimanager, der selbstverständlich auch den lokalen Inhalten dient. Parallel dazu fungiert er ebenso als universelles Betrachtungs-Werkzeug (Bilder, Office-Dateien, Präsentationen, uvm.), welches sich dank KParts in seinen Möglichkeiten erweitern lässt. Der Konqueror ist Bestandteil der KDE Desktop Umgebung und war daher vornehmlich Linux Anwendern vorbehalten. Zwischenzeitlich ist KDE aber auch für Mac OS X und Windows verfügbar, wodurch sich auch der Konqueror einer größeren Zielgruppe erschließt.

Der Seamonkey ist der offizielle Nachfolger der Mozilla Application Suite. Neben dem eigentlichen Browser beinhaltet er einen Messenger-Service mit dem sich Mails und RSS-Feeds abrufen lassen. Ebenso findet sich ein Adressbuch sowie ein WYSIWYG-Editor zum erstellen von Webseiten. Seine hohe Aktualität wird dadurch gewährleistet, dass er sich frei bei der Firefox-, Thunderbird- sowie Sunbird-Entwicklungen bedient.

Elite-Freeware

Opera  : 

Die Opera Suite zählt zu den wohl umfangreichsten Internet-Sammlungen, die der Markt zu bieten hat. Auf den ersten Blick präsentiert sie sich wie ein klassischer Web-Browser, doch schnell entdecken sich zusätzliche Funktionen, wie Mail-Client, Bit-Torrent-Client und IRC-Client und diverse Reader. Darüber hinaus verfügt Opera auch über eigene Schutzmaßnahmen (z.B. Phishing-Filter) und präsentiert sich bei der Webseiten-Darstellung sehr flexibel. Denn anders als viele andere Browser unterstützt Opera auch Webseiten, die speziell für den Internet-Explorer optimiert wurden. Ebenso interpretiert Opera auch fehlerhaften oder falsch formatierten HTML-Code, um dem Anwender trotz aller Widrigkeiten eine möglichst korrekte Darstellung zu bieten.