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Bildbearbeitung


3DIn der Bildbearbeitung ist Photoshop nach wie vor das Maß aller Dinge und es spricht viel dafür, dass dies in Zukunft auch so bleibt. Bedauerlicherweise ist diese Anwendung jedoch alles andere als kostenlos. Aktuelle Versionen werden nicht selten für über 1.000 Euro gehandelt. Selbst einfache Updates auf eine neue Version oder ermäßigte Angebote für Schüler, Lehrer und Studenten liegen noch im dreistelligen Bereich. Daher blüht auch ein reger Handel an gebrauchten Photoshop-Versionen. Wohl auch weil selbst ältere Photoshop-Ausführungen unter neuen Betriebssystemen noch sehr gut lauffähig sind. Alternativ zu einer gebrauchten Photoshop-Lizenz gibt es allerdings auch das kleinere Photoshop Elements, dass vornehmlich für Einsteiger empfohlen wird, jedoch für fortgeschrittene Anwender meist ungeeignet ist. Und doch ist auch Photoshop Elements nicht umsonst. Man findet es gelegentlich als Software-Beigabe von Hardware-Bestellungen oder Webspace-Angeboten, bei denen es gratis oder zumindest vergünstigt angeboten wird. Doch in der Regel kommt man auch hier nicht drumherum, es sich für 50 bis 150 Euro zu kaufen.

Wer eine Gratis-Anwendung sucht, kann es mal mit Paint.NET versuchen. Hierbei handelt es sich um eine .NET Anwendung, die dem Look-and-Feel der klassischen Photoshop-Umgebung sehr nahe kommt. Bedauerlicherweise aber nicht so intuitiv und frei zu steuern ist. Funktional ist Paint.NET wohl auf halber Strecke zwischen Photoshop und dem klassischen MS Paint anzusiedeln, welches bei Microsofts Windows als (sehr) einfache Bearbeitungssoftware mitgeliefert wird. Hat man sich aber einmal eingelebt, kann man zumindest grobe Arbeiten damit verrichten. Wer mehr Funktionen braucht, muss sich an Gimp heranwagen. Sie ist eine Anwendung, die mit ihrem großen Funktionsumfang schon eher mit Photoshop konkurrieren kann, wenngleich Gimp dem ein oder anderen etwas zu mächtig erscheint. Vor allem ist Gimp aber auch sehr gewöhnungsbedürftig, denn Gimp lehnt sich nicht an das klassische Photoshop an und erschwert damit vielen eingefleischten Photoshop-Anwendern einen fliegenden Wechsel.

Aus eben diesem Grund entstand schon sehr früh mit Gimpshop die erste Gimp-Modifikation. Hierbei wurde einfach eine Gimp-Version optisch soweit abgewandelt, dass sie der Photoshop-Oberfläche ähnelte. Was wiederum den Umstieg von Photoshop zu Gimp erleichtern sollte. Soweit zumindest die Theorie. In der Praxis ist so eine Zwischenlösung aber nicht unbedenklich. Gimp und Photoshop liegen von ihrer Handhabe her soweit auseinander, dass auch eine dazwischen platzierte Misch-Lösung einen radikalen Umstieg darstellt. Problematisch ist auch die Tatsache, dass solche Modifikationen an eine bestimmte Gimp-Version gebunden sind. Während also Gimp als solches Weiterentwickelt wird, verharrte GimpShop auf seinem Entwicklungsstand. Seine Lauffähigkeit unter neueren Betriebssystemen ist daher immer wieder fraglich. So bietet sich als bessere Alternative GimPhoto an. Auch hierbei handelt es sich um eine Gimp-Modifikation, die eine Brücke zu Photoshop schlagen soll. Und auch hier besteht das selbe Problem. Doch zumindest arbeitet GimPhoto mit einer deutlich aktuelleren Gimp-Version, wodurch ein besserer Support zu aktuellen Betriebssystemen gegeben ist.

Rastergrafik vs. Vektorgrafik

Es heißt, dass die Mathematik die Sprache des Universums sei. Sie hilft uns nicht nur etwas zu verstehen, sondern auch etwas in Worte zu fassen. Und da die Mathematik ein großes Vokabular besitzt, kann sie ein und die selbe Sache auf verschiedene Arten beschreiben. Das gilt auch für Bilder und Grafiken, die man als Rastergrafik oder als Vektorgrafik interpretieren kann. Die erste Methode, mittels der Rastergrafik, speichert ein Bild in einzelne Bildpunkte (Pixel), bei der jeder Bildpunkt eine bestimmte Farbe erhält. Betrachtet man Sie alle zusammen, bilden sie in ihrer Summe und in ihrer Anordnung das Bild. Je Größer das dabei verwendete Raster, desto mehr Bildpunkte können horizontal und vertikal verwendet werden und desto feiner ist das sich ergebende Bild.

Die zweite Methode ist die Vektorgrafik. Sie speichert nicht die Rastergrafik und Vektorgrafikeinzelnen Bildpunkte, sondern die zu Grunde liegenden Formen aus denen sich das Bild zusammensetzt. Erst wenn man eine Vektorgrafik darstellen will, wird anhand dieser Informationen ein Bild auf ein Raster gezeichnet. Der Vorteil liegt auf der Hand. Vergrößert man eine Grafik, kann diese im Fall einer Rastergrafik nur die einzelnen Bildpunkte größer darstellen und diese höchstens mit einer Unschärfe verfeinern. Doch bei Vektorgrafiken, wo das Bild für die Ausgabe jedes mal neu gezeichnet wird, braucht man nur ein feineres Raster für die Ausgabe zu wählen, um die Qualität der Darstellung zu erhöhen.

Rastergrafik ist die klassische Grundlage für Fotos. Denn auch beim Fotografieren werden anhand eines vorgegebenen Rasters die Informationen der einzelnen Bildpunkte gespeichert. Die Vorteile der Vektorgrafik finden sich dagegen vornehmlich im Layout- und Print-Bereich, wo man die Rastergröße beliebig oft anpassen kann, ohne einen Qualitätsverlust befürchten zu müssen. Auch hinsichtlich der Speichermenge und des zu verarbeitenden Datenaufkommens bei der Bearbeitung, sind Vektorgrafiken den Rastergrafiken vorzuziehen. Denn solange die Grafiken nicht auf ihre endgültige Rastergröße ausgegeben werden, besitzen sie meist nur einen Bruchteil der Speichermenge und benötigen daher auch oft nur einen geringeren Verwaltungsaufwand.

Für Grafiker ist es somit unerlässlich, sich auch mit Anwendungen auseinander zu setzen, die Vektorgrafiken verarbeiten können. Die zwei dominanten Programme in diesem Bereich sind Corel Draw und Adobe Illustrator. Seit über 20 Jahren geben sie den Ton an. Doch schon jetzt ist absehbar, dass diese Vormachtstellung nicht ewig hält, weshalb sich beide schon dem preisbewussten Einsteiger auch für jeweils unter 100 Euro anbieten. Wer dennoch lieber auf freie Software setzen möchte, sollte sich zu aller erst den Inkscape ansehen. Er ist noch längst nicht ausgereift und zeigt Stabilitäts-Probleme bei anspruchsvollen Aufgaben. Dennoch ist sein Funktionsumfang beeindruckend. In Zukunft dürfte er eine ernste Konkurrenz darstellen und auch jetzt schon lässt er sich produktiv einsetzen. Alternativ oder auch Parallel dazu, bietet sich Xara Xtreme an. Doch Xara Xtreme ist nur in der Linux- und MacOS-Ausführung kostenlos. In seiner Windows Version muss Xara Xtreme auf kommerzielle Lizenzen zurückgreifen und kann daher nicht kostenlos angeboten werden.

Ein in diesem Zusammenhang sehr interessantes Werkzeug ist auch Synfig Studio. Hierbei handelt es sich um ein Animations-Studio, dass die Vorteile von Vektorgrafik direkt umsetzt. Denn anders als wie bei Rastergrafik, wo der Grafiker jedes Bild einzeln erstellen muss. Genügt es bei Synfig Studio einen Ausgangswert und einen Zielwert zu definieren. Die dazwischenliegenden Bilder bzw. die Bewegungs-Animation wird dann automatisch berechnet und ausgegeben. Der große Vorteil zeigt sich nicht nur in einer enormen Zeitersparnis, sondern auch in natürlichen und fließenden Bewegungsabläufen, die auf so einem hohen Niveau sonst gar nicht möglich wären. Ein weiterer Vorteil dürfte auch die äußerst geringe Speichergröße sein, denn schließlich werden hier nur Vektoren und Bewegungsinformationen gespeichert.



Rastergrafik-Anwendungen

Artweaver  : 

Artweaver ist Zeichenprogramm, welches in einer kostenpflichtigen sowie in einer kostenfreien Ausführung erhältlich ist. Die kostenfreie Artweaver Free ist dabei nur geringfügig eingeschränkt. Für weniger anspruchsvolle Anwender sowie für Neulinge stellt der Artweaver Free daher einen sehr guten Einstieg dar. Die Handhabe ist sehr entgegenkommend, denn es orientiert sich optisch sehr stark an Adobe Photoshop oder Adobe Illustrator; Auch hinsichtlich seiner Funktionen (Ebenen). Wer daher schon mal mit einem dieser Programme gearbeitet hat, wird sich in Artweaver schnell einleben können.

ChocoFlop  : 

Für Mac OS Anwender rangiert ChocoFlop sehr weit vorne. Es ist eine moderne Bearbeitungssoftware, die sogar mit SmartFiltern umgehen kann (hierbei handelt es sich um flexible Filter, die sich auch nach dem abspeichern bzw. neu öffnen der Bilddatei, wieder ändern oder entfernen lassen). Kostenlos wird es allerdings nur in seiner Beta-Phase angeboten. Denn in der Beta-Phase stellt der Anbieter einen kostenfreien Key zur Verfügung. Sobald jedoch ChocoFlop in einen finalen Status wechselt, dürfte der Key unwirksam werden bzw. auslaufen. Wer dann noch ChocoFlop nutzen möchte, wird voraussichtlich zur Kasse gebeten.

Bei Fotografix handelt es sich um eine kleine aber feine Software. Obwohl sie schon mit Ebenen arbeitet ist sie nicht sonderlich funktionsstark, dafür aber portable einsetzbar. Ihre Besonderheit ist die Import-Funktion für Photoshop- sowie Gimp-Formate. Optisch erinnert sie stark an die ersten Photoshop-Versionen.

Elite-Freeware

Gimp  : 

Das Opensource Gegenstück zu Photoshop ist zweifelsfrei der Gimp. Er ist sehr mächtig, doch leider auch sehr gewöhnungsbedürftig. Wer die lange Einarbeitungszeit verkürzen möchte, kann zu Gimpshop oder besser noch zu GimPhoto greifen. Das sind jeweils Gimp-Modifikationen, die sich optisch an die Photoshop-Oberfläche anlehnen. Und die sich daher mit einer für den Anwender bekannteren Oberfläche entgegenkommender zeigen.

MyPaint  : 

Unter den Digital-Art-Anwendungen findet sich die Perle MyPaint. Sie zählt unter den freien Bearbeitungsprogrammen zu den ärgsten Konkurrenten von Corel Draw und ist daher sehr empfehlenswert. Angeboten wird sie für Windows, Linux sowie für Mac OS.

Paint.NET  : 

Ein einfaches Bildbearbeitungsprogramm, dass technisch zwischen dem Microsoft Paint und dem klassischen Adobe Photoshop ansiedelt. Für anspruchsvolle Anwender ist Paint.NET noch ungeeignet, doch für Anfänger ist es ein sehr guter und kostenloser Einstieg in die Welt der Filter und Ebenen.

Pinta  : 

Bei Pinta handelt es sich um einen noch sehr neuen und daher auch noch nicht sehr funktionalen Bild-Bearbeiter. Trotz dieser Schwäche ist diese Anwendung sehr ambitioniert und glänzt durch eine schnelle Weiterentwicklung, so dass sie im Hinblick auf die Zukunft sehr wahrscheinlich eine gewichtige Rolle in diesem Software-Segment spielt. Sie ist für Anfänger in jedem Fall eine sehr gute erste Wahl. Darüber hinaus ist sie in über 50 Sprachen erhältlich und für Windows, Linux und Mac OS verfügbar.

Seashore  : 

Bei kommerziellen Anwendungen gibt es viele kleine und fast nebensächliche Funktionen. Funktionen die man bei den meisten kostenfreien Anwendungen dann aber doch schmerzlich vermisst. Seashore ist hier die Ausnahme. Obwohl es kostenfrei angeboten wird, versucht man einige dieser kleinen Extras in den kostenfreien Sektor zu portieren. Wer daher am Mac Bilder bearbeiten möchte, ohne sich in Unkosten zu stürzen und ohne so manch wichtige Funktionen zu vermissen, ist mit Seashore gut bedient. Zwar ist auch Seashore keine Eier-legende-Woll-Milch-Sau, dennoch können sich auch anspruchsvollere Anwender an dieser Software erfreuen. Bedauerlicherweise ist sie jedoch nur für Mac OS verfügbar.


Vektorgrafik-Anwendungen

Bei Aviary handelt es sich um einen Anbieter von Online-Anwendungen, von denen einige wahlweise auch als Handy- und Tablet-App angeboten werden. Darunter findet sich auch die Vektorgrafik-Anwendung Raven, die zumindest für eine kostenlose Online-Anwendung sehr funktional ist.

Chittram  : 

Wer nicht gerne Anwendungen auf seinem Rechner installiert, sollte mal Chittram ausprobieren. Hierbei handelt es sich um ein einfachen Vektor-Grafik-Editor, der als Online-Anwendung im Browser läuft und somit Betriebssystem-Unabhängig fungiert. Als Datei-Format arbeitet Chittram mit SVG-Dateien. So lassen sich fertige Werke dann natürlich auch herunterladen. Alternativ zu Chittram gibt es auch andere Online-Vektor-Grafik-Anwendungen, die nur scheinbar kostenfrei angeboten werden. Mit Fatpaint sogar eine sehr funktionsstarke. Doch bei diesen Alternativen sollte man vorsichtig sein. Denn die meisten bieten zahlreiche Funktionen und Extras dann doch nur kostenpflichtig an, was dem Anwender jedoch nicht sofort offenbart wird. Und so versuchen sie dann mitten in der Bearbeitungsphase beim Anwender abzukassieren. Hier ist also immer Vorsicht geboten. Schlussendlich sollte man unter diesen Umständen vielleicht doch lieber einer klassischen Anwendung den Vorzug geben.

ImageBot  : 

Wer schnell mal eine Einladung erstellen möchte oder eine Geburtstagskarte benötigt, kann sich diese mit ein paar Klicks auf ImageBot online zusammenstellen. Für eine Online-Anwendung ist sie typischerweise nicht sehr funktional, bietet aber dennoch alle nötigen Funktionen, um brauchbare Ergebnisse zu liefern. Zumindest für den Kindergeburtstag reicht sie allemal.

Inkscape  : 

Inkscape ist eine Abspaltung der Anwendung Sodipodi. Da die Weiterentwicklung von Sodipodi eingestellt wurde, trägt Inkscape das gemeinsame Erbe alleine weiter. Sie ist mittlerweile auch gut gereift und darf sich als sehr mächtiges Vektorgrafikprogramm bezeichnen, dass als Opensource-Anwendung für MacOS, Linux und Windows verfügbar ist. Eine der Besonderheiten von Inkscape ist die Vektorisierung von Rastergrafik. Dies kann bei handgezeichneten Grafiken und Skizzen von Vorteil sein. Sollte man Inkscape einsetzen, empfiehlt es sich auf aktuelle Versionen zu achten, da sich die Entwicklung der Anwendung offiziell noch in einer frühen Beta-Phase befindet.

Elite-Freeware

Wer sich die Office-Suite LibreOffice installiert, verwendet für gewöhnlich nur die Textverarbeitung sowie die Tabellenkalkulation. Die zusätzlichen Anwendungen werden dabei meist keines Blickes gewürdigt, obwohl sie sehr funktional und umfangreich sind. Oftmals bieten sie sogar eine höhere Funktionalität als so manch kommerzielles Programm, daher lohnt ein näherer Blick allemal. Das LibreOffice Draw erinnert etwas an LibreOffice Impress, welches das Gegenstück zu Microsofts Powerpoint darstellt. Auch bei Impress handelt es sich um eine vektor-basierte Grafiksoftware, die jedoch deutlich stärker auf die Bedürfnisse einer Präsentations-Software ausgerichtet wurde. Bei Draw fehlen genau diese Elemente, während alles andere im gleichen Look-and-Feel verbleibt. Wer sich somit in die eine Anwendung einlebt, kommt im Anschluss auch sehr gut mit der anderen Anwendung klar. Als besondere Eigenschaft von LibreOffice Draw zählt im übrigen die große Auswahl an unterstützten Formaten. Obwohl es natürlich sein eigenes Format favorisiert, beherrscht es auch viele andere. Darunter auch Export-Funktionen zu PDF, Flash, HTML, SVG, TIFF, PNG, JPG, uvm. Erwähnenswert ist auch die Fülle an Tutorials, die ganz allgemein für LibreOffice oder OpenOffice.org verfügbar sind. Allein bei YouTube finden sich mehrere Tausend Tutorials. Ein schneller Einstieg ist somit garantiert.

sK1  : 

Hinter diesem spartanischen Namen verbirgt sich eine sehr fähige Vektor-Bearbeitungs-Anwendung, die vor allem mit hervorragenden Import-Funktionen glänzen kann. Damit ist sie in der Lage diverse Corel Draw Formate, aber auch Adobe Illustrator Dateien zu lesen. Und da sie auch Adobe Illustrator Formate schreiben kann (welche von Illustrator selbst sowie von Corel Draw gelesen werden können) steht sie in einem hervorragenden Dreiecks-Verhältnis zu den beiden Branchen-Riesen. Schade ist nur, dass sK1 leider nur für Linux und FreeBSD verfügbar ist.

Beim Synfig Studio handelt es sich um eine OpenSource-Animations-Umgebung, die auf Vektorgrafiken basiert. Es lassen sich schnelle und hochwertige Lösungen fertigen.

Leider ist Xara Xtreme nur für Linux und MacOS als kostenfreie Anwendung verfügbar, dennoch ist es eine hoch professionelle und vor allem eine einfach zu bedienende Lösung, die man sich unbedingt näher ansehen sollte.